Weltladen im Viertel

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Faire4telKüche im Herbst: Fluffige Kürbisbrötchen mit Schokostückchen

It`s Kürbis time!
Nicht viele Gemüsesorten werden von uns so stark mit der Herbstzeit in Verbindung gebracht wie der Kürbis. Deshalb passt er auch so wunderbar in unsere Faire4telKüche. Allerdings nicht als Suppengrundlage, sondern verarbeitet in einem leckeren, fluffigen Schokobrötchenrezept - natürlich mit fairen Zutaten aus unseren beiden Läden wie Zartbitterschokolade und Salz von EL Puente, Rohrzucker und Zimt von WeltPartner. Hmmm!

Wußten Sie, dass es mehr als 1.000 Kürbissorten verschiedener Größen, Formen und Farben gibt? In unseren Breitengraden hat der Kürbis durch die japanische Sorte Hokkaido in den letzten Jahren an Beliebtheit in der Küche gewonnen. Das Besondere an der Sorte: die Schale kann mitgegessen werden. Ob als cremige Suppe, Ofengemüse, Brotaufstrich, als herbstliche Ravioli-Füllung oder in der Backstube - aus Kürbis lassen sich herrliche Leckereien zaubern. Neben dem feinen Geschmack des runden Gemüses ist er natürlich auch sehr gesund durch seinen hohen Anteil an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen. 

Eine kleine Übersicht über Kürbisse aus der Region: 

  • Muskat - würzig, kräftig
  • Hokkaido - nussig, aromatisch
  • Patisson - neutral, schmackhaft
  • Butternut - süßlich, nussig
  • Spagetti - neutral

Und da Geschmäcker nun mal verschieden sind, probieren Sie sich einfach durch und starten dabei am besten mit unseren fluffigen Kürbisbrötchen:

ZUTATEN für ca. 12 kleine Bötchen
1 kleiner Hokkaido-Kürbis
225 ml Haferdrink
60 g weiche Butter, plus zum Fetten der Form
ca. 500 g Dinkelmehl, Typ 630  '
1,5 Päckchen Trockenhefe 
125 g brauner Zucker*'
1 TL Zimt*
1/2 TL Salz*
1 Ei (Gr. M), raumtemperiert
75 g Zartbitterschokolade*

außerdem
2 EL geschmolzene Butter
etwas Puderzucker


ZUBEREITUNG

  1. Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Kürbis in Stücke schneiden, aufs Backblech geben und ca. 25-30 Minuten lang backen, bis sie weich sind.
  2. Kürbisstücke leicht abkühlen lassen und pürieren, gerne auch mit Schale. Für das Rezept wird ca. 175 g Kürbispüree benötigt, der Rest kann gelöffelt werden.
  3. Milch und Butter in einem Topf bei geringer Hitze langsam erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist.
  4. 500 g Mehl samt Hefe, Zucker und Zimt in eine Rührschüssel geben und gut vermengen. 
  5. Lauwarme Butter-Haferdrinkmischung, Salz, Ei sowie das Kürbispüree hinzugeben und ca. 10 min gut durchkneten. Ggf. noch etwas Mehl oder Flüssigkeit hinzugeben. 
  6. Den Teig in einer sauberen Rührschüssel mit Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 70 Minuten lang gehen lassen.
  7. Ist der Teig schön aufgegangen, Schokoraspel einkneten.
  8. Aus dem Teig 12 gleich große Teigstücke zu Brötchen formen und in eine Auflauf- oder Backform platzieren, abdecken und weitere 30 Minuten lang gehen lassen.
  9. Aufgegangene Kürbisbrötchen mit etwas geschmolzener Butter bepinseln und auf mittlerer Position im Ofen ca. 25-30 Minuten lang backen.
  10. Puderzucker drüber - fertig!

Für alle Kurzentschlossenen: Tagung "Fair handeln - klimagerecht handeln?"

Gemeinsam mit der Fairtrade-Stadt Münster und der Akademie Franz Hitze Haus laden wir zu dieser interessanten und gleichzeitig wichtigen Tagung am 4. Oktober von 16-21 Uhr ein: „Fair handeln – klimagerecht handeln? Fair-Trade in Zeiten des Klimawandels

Gemeinsam mit interessanten Gästen und Referent:innen gehen wir folgenden Fragen nach: Muss fairer Handel ökologisch sein? Klimawandel als Herausforderung für den Fairen Handel und seine Akteure? Fairer Handel als Baustein im Klimaschutz?

Der Klimawandel trifft alle Menschen – aber manche früher und härter. Vor allem die Länder des Globalen Südens spüren in besonderem Maße die Auswirkungen klimatischer Veränderungen.

Der Faire Handel versucht seit Jahrzehnten, dieser „Maschinerie der Hoffnungslosigkeit“ (David Graeber) eine humane Alternative entgegenzusetzen. Der Klimawandel stellt auch und gerade die Fairtrade-Akteure
vor neue Herausforderungen.
In diesem Forum wollen wir uns den Verbindungslinien von Klimawandel und Fairem Handel in Theorie und Praxis widmen. Was gibt es schon und was muss noch geschehen?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Es sind noch ein paar wenige Plätze frei und wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Referierende:
Katharina Gröne, Kompetenzzentrum Fairer Handel, Universität Köln
Jens Klein, Café Chavalo eG, Leipzig
Dr. Rainer Putz, Regenwald-Institut e.V. – Institut für angewandten Regenwaldschutz, Freiburg
Veselina Vasileva, Grundsatzreferentin, GEPA, Wuppertal

Wann: 04. Oktober // 16.00 -21.00 Uhr
Akademie Franz Hitze Haus Münster
Tagungsbeitrag: 20 €, erm. 15 €
Anmeldungen bitte über die Akademie Franz Hitze Haus
Foto: GEPA

Faire4telKüche trifft Faire Woche 2021 - Espresso Biscotti

„Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“, so das diesjährige Motto der Faire Woche. Auch unsere Faire4telKüche setzt auf nachhaltig angebaute Lebensmittel, kombiniert fair gehandelte Produkte mit (Bio)Lebensmitteln aus der Region und der Saison und setzt sich so für einen politischen Wandel in der Lebensmittelproduktion ein. Denn Essen ist politisch. Mit jeder Kaufentscheidung gestalten wir nicht nur unseren Speiseplan, sondern auch die Zukunft von zahlreichen Menschen und unseres Planeten. 

Herausgekommen sind dieses Mal die wunderbar schmeckenden Espresso Biscotti aus dem Rezeptheft der Faire Woche, u.a. zubereitet mit braunem Rohrzucker, Zartbitterschokolade und Espresso von GEPA, Kokosöl von El Puente und Vanillezucker von WeltPartner. Zusammen mit Mehl, Salz, Eiern, Backpulver und Mandeln ergeben sich leckere, knusprige Kekse - passend zum Nachmittagskaffee oder als kleines Mitbringselgeschenk.

Biscotti, auch Cantuccini oder Cantucci genannt, ist übrigens ursprünglich ein hartes, italienisches Gebäck. Biscotti selber ist einfach der Oberbegriff für Kekse. Auf Italienisch bedeutet er "zweimal gebacken", etwa wie bei uns der Zwieback. Dadurch werden die Kekse besonders knusprig. Cantuccini sind ein traditionelles Mandelgebäck aus der Prato-Region in der Toskana. Die knusprigen Mandelkekse werden klassischerweise zu Espresso und Cappuccino serviert, wir haben direkt aufgebrühten Espresso mit in den Teig gemacht. Die leckeren Klassiker-Kekse können übrigens bis zu 2 Wochen aufbewahrt werden – wenn man sie nicht schon vorher aufisst. Damit sie knusprig bleiben, sollte man sie in einer luftdichten Dose aus Metall oder Kunststoff an einem trockenen, dunklen und kühlen Ort aufbewahren.

ZUTATEN für ca. 40 Stück 

200 g (Dinkel)Mehl
50 g gemahlene Mandel
1 TL Backpulver
175 g brauner Rohrzucker*
1 Prise Salz*
30 g Kokosöl*
2 Eier*
1 EL Vanillezucker*
2 EL stark gebrühter Espresso*
100 g ganze blanchierte Mandeln*
geschmolzene Zartbitterschokolade*

 

 

 ZUBEREITUNG

  1. Mehl, Mandelmehl, Backpulver, Zucker und Salz in einer Rührschüssel vermengen. Kokosöl, Eier, Vanillezucker und Espresso hinzugeben und mehre Minuten lang zu einem glatten, klebrigen Teig verkneten. 
  2. Arbeitsplatte mit etwas Mehl bedecken. Teig mit den Händen durchkneten. Die Mandeln hinzugeben und vermengen. Das Ganze zu einer Teigkugel formen und mit Frischhaltefolie bedeckt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank lagern. 
  3. Backofen auf 180 Grad erhitzen. 
  4. Teig halbieren. Aus jeder Teighälfte einen ca. 5 cm breiten, langen Laib Formern, an der Oberseite etwas flach drücken, auf dem Backblech platzieren und ca. 25 min lang backen. 
  5. Die Biscotti 10 min abkühlen lassen. Nun mit einem schaffen Messer vorsichtige 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und erneut mit Schnittseite nach oben 8-10 min backen. 
  6. Biscotti komplett abkühlen lassen. Für den Schoko-Guss die Schokolade schmelzen, Biscotti hineintappen und trocken lassen.

 

Zukunft fair gestalten - Start der "Faire Woche" 2021

Zum 20. Mal jährt sich in diesem September die Faire Woche, die bundesweit vom 10.-24. September stattfindet und dazu einlädt sich mit dem Fairen Handel und gerechte Wirtschaftsstrukturen auseinander zu setzen. In diesem und auch im nächsten Jahr beschäftigt sich die Faire Woche mit der Frage, welchen Beitrag der Faire Handel zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Wirtschaften leistet.
Menschenwürdige Arbeit ist ein Menschenrecht, das sich aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN-Charta (Artikel 23) ableitet. Die SDG der Vereinten Nationen zählen menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften zu einem der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

 


Unter dem Motto Zukunft fair gestalten - #fairhandeln für Menschenrechte weltweit, soll aufgezeigt werden, wie eine menschenwürdige und zukunftsfähige Wirtschaft gestaltet werden kann. Mit positiven Beispielen werden in den kommenden zwei Wochen bundesweit Handlungsoptionen für den Alltag vorgestellt und zum Nachahmen eingeladen ein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, mitmachen darf jede/r. Ob Weltladen, Schul, Kita, Organisation, Einzelpersonen... Denn nur, wenn sich Menschen ihrer Rolle in der globalisierten Welt bewusst sind, kann es gelingen, individuelle oder gar gesellschaftliche Lösungsansätze für einen sozial-ökologischen Wandel des bestehenden Systems auszuarbeiten.

Und wir?
Auch wir machen mit uns sind Teil der Faire Woche. So wird unter anderem Maria Klein-Schmeink, MdB und Gesundheitspolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen am 20. September von 15.00-16.00 Uhr auf einen Nachmittagstalk zu uns in den Weltladen kommen. Auch werden wir unser Projekt Faire4telKüche nutzen, um verstärkt auf die Strukturen in der Lebensmittelproduktion aufmerksam zu machen. Denn jeder Einkauf ist schließlich politisch. 
Sir dürfen also gespannt sein! Wir freuen und auf tolle Veranstaltung in und um Münster herum. 

Was genau ist die Faire Woche?

Seit 20 Jahren lädt die Faire Woche jeden September alle Menschen in Deutschland dazu ein, Veranstaltungen zum Fairen Handel in ihrer Region zu besuchen oder selbst zu organisieren. Mit jährlich rund 2.000 Aktionen ist sie bundesweit die größte Aktionswoche des Fairen Handels.

Die große Umverteilung

Grace Blakeley über den Neoliberalismus als polit-ökonomisches Riesenprojekt

Aktienkurs? Shareholder Value? Finanzialisierung? Kapitalmobilität? Diese Begriffe müssten eigentlich, gemessen an den gesellschaftlichen Realitäten, die sie schaffen, jedem bekannt sein – aber ein Großteil aller Deutschen dürfte wenig bis gar nichts mit ihnen anfangen können. Das liegt nicht nur an dem Sexappeal dieser Termini, der irgendwo zwischen Fußpilz und Briefmarkensammlung angesiedelt ist, sondern vor allem daran, dass er mit der Lebensrealität nahezu aller Menschen – nicht nur Deutschlands, sondern weltweit – nichts zu tun hat. Die allermeisten Deutschen besitzen keine Aktien und dürften sich ergo nur marginal für die noch immer zur besten Sendezeit über die Mattscheibe flimmernden Börsenberichte interessieren. Aber, so könnte man die Pointe von Grace Blakeleys Buch Stolen zusammenfassen, sie sollten dies tun. Denn hinter der Kakophonie finanzökonomischer Begriffsungetüme steckt ein über Jahrzehnte hinweg geradezu perfektioniertes Umverteilungsprogramm. Und damit keine Illusionen entstehen: Gemeint ist natürlich eine Umverteilung von unten nach oben.

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