Weltladen im Viertel

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Unser Rezeptvorschlag: Quinoa-Tablouleh mit Hummus und Shawarma

Der Grill glänzt, die Getränke sind kalt gestellt, die ersten Freunde trudeln ein - mit wärmer werdenden Temperaturen steigt jedes Jahr die Vorfreude auf den nächsten Grillabend. Grillen heißt aber längst nicht mehr, dass nur Fleisch auf den Tisch kommen darf. Vegetarisch oder auch vegan zu grillen ist vielseitiger als man denkt. Und stöbert man einmal durch das große World Wide Web nach leckeren Grillalternativen, wird man schnell fündig. Auch die Lebensmittelpalette bei uns in den Läden kann sich diesbezüglich sehen lassen. Von leckeren Gewürzen und Soßen über Aufstriche und erfrischenden Getränken hin zu Salatgrundlagen wie Reis, Linsen, Couscous oder auch Quinoa - damit lässt sich ein (Veggie-) Grillabend definitiv verfeinern.

Wir starten unsere Faire4telKüche deshalb mit feinen Rezeptvorschlägen rund um Grillen & Co. Alle Lebensmittel aus unseren Rezepten kommen aus dem Fairen Handel, sind Bio oder regional eingekauft. Produkte mit *Sternchen, sind in unseren Läden erhältlich.


Quinoa-Tabouleh mit Datteln und Granatapfel

Zutaten:

125 g Quinoa, schwarz*     von El Puente             Für das Dressing: 
200 g Cocktailtomaten                                     Saft einer Limette
3
EL Olivenöl*                   von WeltPartner        1 Prise Salz *                        von WeltPartner
2 Frühlingszwiebeln                                          1 Prise Pfeffer*                     von WeltPartner
3 Zweige frische Minze                                     4 EL Olivenöl*                      von WeltPartner
1 Bund Petersilie                                              2 EL Balsamicoessig*             von El Puente
6 Datteln*                         von GEPA                 1 Knoblauchzehe
1/2 Granatapfel                                                1/2 TL Rohrohrzucker*         von GEPA   
1/2 TL Salz*                       von El Puente

 Zubereitung:

  1. Quinoa unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar ist. In einem Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und den Quinoa darin 20 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen.
  2. Währenddessen: Frühlingszwiebel waschen, in feine Scheiben schneiden. Datteln längs halbieren und klein schneiden. Cocktailtomaten waschen, halbieren. Minze und Petersiie waschen, trockenschütteln, Blätter abzupfen und fein hacken. 
  3. Für das Dressing: Für das Dressing die Limette auspressen. Den Limettensaft, Olivenöl, Balsamicoessig, Zucker, Salz, Pfeffer und gepresster Knoblauch gut miteinander verrühren.
  4. Granatapfel halbieren, die Kerne herausnehmen und in eine Schüssel geben. Fertige Quinoa, das geschnittene Gemüse, Datteln sowie die Kräuter hinzufügen und alles gut verrühren. Dressing über den Salat gießen, nochmals verrühren und ziehen lassen.

Hummus mit Shawarma-Brot

Shawarma-Brot mit Hummus

Zutaten Hummus:
1 Glase Kichererbsen*          von Libera Terra
3 EL Tahini* (Sesampaste)      von El Puente
4 EL Olivenöl*                      von WeltPartner
Saft einer 1/2 Zitrone
3 Knoblauchzehen 
1 TL Salz*                            von El Puente
etwas eiskaltes Wasser

 


Zubereitung Hummus: 

  1. Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen. Knoblauch schälen und grob hacken. Saft der Zitrone auspressen.
  2. Zitronensaft, Tahini, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse vermischen.
  3. Ist die Masse für deinen Geschmack nicht cremig genug, kannst du noch einen Schuss Olivenöl oder etwas eiskaltes Wasser hinzugeben. Danach erneut alles vermischen.
  4. Zum Anrichten etwas Olivenöl darübergeben und mit ein paar Kichererbsen garnieren.

Zutaten Shawarma:

200 g Dinkelmehl
2 EL Olivenöl*                      von WeltPartner
1/2 TL Salz*                          von El Puente
1/2 TL Zucker*                     von GEPA
200 g griechischer Joghurt
oder 150 ml Wasser
1 EL Backpulver
ggf. Schwarzkümmel

Zubereitung Shawarma:

  1. Alle Zutaten zusammen in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken und einer Teigkugel kneten. 
  2. Die Teigschüssel mit einem sauberen Trockentuch abdecken und ca. 15 min zur Seite stellen, damit der Teig etwas aufgehen kann. 
  3. Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und jedes Stück von Hand zu einem kleine runden Fladen - ca. 2 cm dick - flach drücken.  
  4. Die Fladen werden nun in einer erhitzen Pfanne mit etwas Olivenöl  von jeder Seite 1-2 Minuten ausgebacken, bis sie leicht aufgeplustert und goldbraun gefärbt sind.
  5. Die fertigen Fladenbrote können nach Geschmack mit Schwarzkümmel bestreut serviert werden. 


Und dazu eine erfrischende Mate Limo

Als wunderbare Erfrischung dazu empfehlen wir die neue Mate-Limo von El Puente - angenehm süß mit einem Hauch Zitrone und dem herben, angenehmen Geschmack von Matetee. El Puente verzichtet dabei bewusst auf färbende Zusatzstoffe, setzt lieber auf die Natürlichkeit der Produkte. Hergestellt wird El Mate in Deutschland mit fairem Bio-Zucker des Fairhandel-Partners Manduvira aus Paraguay und Bio-Matetee von COPERMATE aus Brasilien.

Der beste Geschmack kommt aus der Natur!

 

Von Kohle, Kokos und Konsum - ist faires Grillen überhaupt möglich?

Der Weltladen lädt im Rahmen seiner Fairen4telKüche ein: 

Sommerzeit ist Grillzeit – da stellt sich nicht nur die Frage, was auf den Grill kommt, sondern auch was in den Grill kommt. Fast eine Million Tonnen Grillkohle wird jedes Jahr in der EU verbraucht, Abertausende Tonnen stammen aus zweifelhaften Bezugsquellen, hergestellt unter für Mensch und Umwelt verheerenden Bedingungen. 

Darüber wollen wir gemeinsam am 10. August um mit Timo Reineke vom Projekt „Faire Kohle“ und natürlich mit Ihnen sprechen und aufzeigen, dass es Alternativen gibt. Dazu gibt es eine Probieraktion unserer neuen faire4telküche und – klar – Gegrilltes. 

Aufgrund der Corona-Pandemie bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Veranstaltung nur für Geimpfte, Genesende oder Getestete zugänglich ist. Bringen Sie daher bitte einen entsprechenden Nachweis mit.

Anmeldungen bitte bis zum 06. August an info@weltladenmuenster.de
Wann: 10. August, 19 Uhr
Veranstaltungsort: dreiraum Münster, Schillerstr. 31, Hinterhof

Die Veranstaltung ist kostenlos. Über eine kleine Spende freuen wir uns aber immer. 

Faire4telKüche im Weltladen im Viertel


Wir laden Sie herzlich ein in unserer neuen Faire4telKüche im Weltladen im Viertel Platz zu nehmen. Wenn Sie Lust haben, dürfen Sie natürlich auch gleich los legen und den Kochlöffel schwingen. Denn mit unserem neuen Projekt tauchen wir ein in die Küche des Fairen Handels, zeigen, welche fair gehandelten Lebensmittel es gibt, wo sie her kommen, wer hinter den Produkten steckt und wie es überhaupt im großen Welthandel vor sich geht. 
Begleitet wird die Faire4telKüche regelmäßig mit feinen Rezepten, abgestimmt mit Produkten aus unseren Weltläden, der Saison und der Region. In kleineren und größeren Veranstaltungen werden wir über Inhaltliches sprechen, Alternativen aufzeigen und Visionen beleben. Wir starten die Faire4telKüche im Juli und August rund um das Thema "Grillen & Co". 

Den Anfang machen wir mit der Veranstaltung "Von Kohle, Kokos und Konsum - ist faires Grillen überhaupt möglich?" am 10. August um 19 Uhr zusammen mit Timo Reineke vom Projekt "Faire Kohle", der über die verheerenden Bedingungen für Mensch und Umwelt beim Abbau von Grillkohle berichten wird und zeigt, wie es auch anders gehen kann. Dazu laden wir herzlich zum Verkosten an unseren Fairen Grill in den dreiraum, Schillerstr. 31 ein. Mehr Infos dazu finden Sie unter dem Veranstaltungshinweis. 


Warum manche gleicher sind als andere

Die Klassenfrage ist nicht zurückgekehrt – sie war nie wirklich weg

 

Wer gerne Horror-Filme schaut (oder einen Hang zu Sigmund Freud hat), der weiß, dass sich nichts auf Dauer verdrängen lässt. Was man unter den Teppich kehrt, hat die unangenehme Eigenschaft wiederzukehren, ohne etwas von seinem anfänglichen Schrecken in der Zwischenzeit verloren zu haben. Die Klassenfrage ist ein solcher Wiedergänger unserer Gesellschaft, der vielleicht nicht mit Schrecken, aber von manchen doch zuweilen mit Verwunderung registriert wird. Klasse, das klingt nach marxistischer Mottenkiste, Begriffe wie Klassenkampf und Klassenzugehörigkeit wirken wie politische Pathosformeln aus dem vorigen Jahrhundert, die sich doch mit dem Gang der Geschichte erledigt haben. Adieu Sowjetunion, Adieu Systemalternative, sei willkommen klassenlose Wohlstandsgesellschaft. Wer so denkt, den kann auch die massive Ausweitung des Niedriglohnsektors innerhalb der vergangenen zwanzig Jahre kaum irritieren – wahrscheinlich, weil es ihn nicht betrifft.

Die vielbesungene „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“, die der Soziologe Helmut Schelsky bereits in den frühen 1950ern aufkommen sah, war augenscheinlich der Wunschtraum liberaler und konservativer Ökonomen. Durch typisch deutsche Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit und Fleiß habe sich ein breiter Mittelstandsteppich gebildet, der lediglich an den Rändern etwas nach oben und nach unten ausfranzt. Unten finden sich die ungebildeten, ungelernten und zumeist armen Malocher, oben die selbstverständlich durch eigene Anstrengung reich gewordenen Leistungsträger. Für Klasse war in einem solchen Modell verständlicherweise kein Platz. Schon allein deswegen nicht, weil der Begriff Klasse die soziale Herkunft des Einzelnen und die damit verbundenen Erfahrungen von Marginalisierung oder Privilegierung betont. Klasse beharrt darauf, dass sich die gesellschaftlichen Unterschiede und Ungleichheiten in den Leben der Menschen abbilden, in den Familien, in den Bildungs- und Berufsbiographien, nicht zuletzt in Fragen der Gesundheit und Lebenserwartung. Aber all diese Unterschiede sind, so will es die große Erzählung der marktkonformen Demokratie, durch eigene Anstrengungen überwindbar oder selbst verschuldet. Wer nicht richtig arbeitet, faul ist, auf die falsche Ausbildung setzt, die falschen Freunde oder den falschen Nachnamen hat, der findet sich dann eben im unteren Segment der Gesellschaft wieder. Pech gehabt.

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Fair for Future – ein gerechter Handel ist möglich

Fair for Future – ein gerechter Handel ist möglich Nach über 50 Jahren Fairer Handel eine Geschichte der Bewegung und die Frage nach deren Zukunftsfähigkeit – ein Erfahrungsbericht und ein Anspruch

Gerd Nickoleit, Mitbegründer des Fairhandelshaus GEPA und einer der Protagonisten  des „Alternativen Handels“,  und seine Tochter Katharina Nickoleit, als Journalistin auch im Globalen Süden aktiv, bieten nicht nur eine Fülle von profundem Insiderwissen zu der  Geschichte der Bewegung seit den 70ern. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und wirtschaftspolitischen Veränderungen entsteht ein plastisches Bild der engagierten Versuche, neue Wege zu einer gerechteren Weltwirtschaft zu finden.

Worum geht es?

Die Ursprünge der Bewegung

In der Aufbruchstimmung der 68er Jahre waren es Jugendliche und junge AktivistInnen, die die Abkehr vom „nachkolonialen Ausbeutungssystem“ forderten. Da sie über die wirtschaftlichen Zusammenhänge aufklären wollten, dienten die ersten Produkte des Alternativen Handels vornehmlich als Symbol – Stichwort „Jute statt Plastik“-Tasche.

Ihre revolutionären Ansichten wurden in der Öffentlichkeit durchaus wahrgenommen, auch wenn sich die Bewegung selbst immer wieder Grabenkämpfe lieferte.

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